Hallo,
dieses (überfällige) Thema starte ich mit der VKN eines Roten, den ich vorgestern abend in netter (weiblicher) Gesellschaft beim Aufbinden von Oboenrohren getrunken habe:
Früher, als ich noch nicht so rieslingverseucht war, hätte ich diesen schweren Rotweintypus fast jeden Abend genießen können. Inzwischen mag ich solche Weine nur noch ab und an. Bevorzugt öffne ich sie zusammen mit befreundeten Damen, die lieber Rot- als Weißwein trinken....wobei zwei Drittel der Flasche dann letztendlich doch immer im Schulz landen....
Viele Grüße
Bernd
Hallo,
es soll keiner behaupten, ich würde ausschließlich Riesling trinken. Heute abend gab es einen Wein, den mir meine Eltern aus dem Urlaub mitgebracht haben. Zu diversen Spezialitäten der Provence kam der Picpoul de Pinet auf den Tisch. Nicht schlecht, aber ich weiß doch was ich an meinem Riesling habe

Die knochentrockene Art hat mir aber ehrlich gut gefallen:
Viele Grüße
Felix
Hallo zusammen,
gestern wartete im Rahmen der
Jahrgangsverkostung von Reinhard Löwenstein, auch Martin Kösseler mit einigen spannenden Weinen auf. U.a. gab es auch meinen ersten weißen Gauby, den ich gar nicht mal schlecht fand, der aber nach H-L keine Chance hatte:
Viele Grüße
Felix
Hallo,
heute war ich brav und habe zur Lammhaxe keinen restsüßen Riesling, sondern den folgenden Rotwein aufgezogen;
![[Bild: 13675.gif]](http://vkn.ats-vienna.com/vknimg/13675.gif)
In dieser Preisklasse sind die Südfranzosen nach meinen bisherigen Erfahrungen kaum zu schlagen (höchstens von Wassmers Spätburgundern
).
Trotzdem mache ich gleich die Flasche zu, friere den Rest der Haxe ein und gehe zu einem Weißen über...
Viele Grüße
Bernd
Hallo,
die gestern bei Delhaize erworbene Lammkeule wollte ich in Rotwein mit Kräutern der Provence und Knoblauch schmoren. Und da man für ein solches eher deftig zu nennendes Gericht nicht unbedingt eine feine Flasche in den Topf gießen muß, habe ich dann im Supermerkt auch gleich noch Ausschau nach einem preiswerten, aber möglicherweise erträglichen Roten gehalten. Der folgende Wein fiel mir in die Finger, weil ich mit dem Namen der Domaine Versender wie Pinard-de-Picard oder die Weinzeche verknüpft habe, und ein Gläschen habe ich als immer neugieriger Mensch zur Verkostung abgezweigt:
Für weniger als vier Euro - in dieser Preisklasse habe ich schon seit Jahren keinen Rotwein mehr gekauft - ein erstaunlich netter Tropfen!
Was die "Domaine Les Aires Hautes" angeht, stehe ich allerdings vor einem kleinen Rätsel. Denn PdP vertreibt Weine von einer "Domaine
Des Aires Hautes", wobei beide Betriebe in La Liviniére sitzen. Merkwürdig, merkwürdig.....
Viele Grüße
Bernd
Hallo,
trinkt hier eigentlich keiner was aus Südfrankreich?
Zum gemütlichen Beisammensein nach der heutigen Quintettprobe hatte ich den folgenden Languedoc-Klassiker mitgenommen:
Viel Rotwein fürs Geld. Auch Flöte und Fagott waren sehr angetan von diesem kraftvollen, aber nicht zu breiten oder gar zu aufdringlichen Burschen.
Beste Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
wir hatten neulich einen etwas gereifteren D´Aiguelière aus 1998, der förmlich vor lauter Animalität strotzte: Da war massig warmes Blut und rohes Fleisch. Ein Wein, der überaus polarisierte!
Hatte Euer Wein auch solche Töne?
Viele Grüße
Stefan
Hallo Stefan,
hatte er, aber nicht im Übermaß, sondern in einer guten Harmonie mit der saftigen Frucht. Es handelte sich schon eher um den Parkerfavoritentypus, aber was solls: Mir hat er einfach hervorragend geschmeckt!
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
speziell meine Languedoc-Erfahrungen sind bislang haeufig von Tropfen mit rustikaler Tanninstruktur gepraegt, daher gehoert dies nicht zu meinen favorisierten Anbaugebieten.
Um diese Vorurteile zu bekaempfen, kam am Samstag mal wieder ein Wein aus dem Languedoc auf den Tisch:
"Transhumance" 2005 (Cuvee aus Syrah, Mourvedre und Grenache), SARL Les Vins de Vienne, A.O.C. Faugeres
Der Wein wurde nicht dekantiert, benoetigte in der Flasche aber mehrere Stunden, um sich zu oeffnen.
In der Nase von guter Komplexitaet Kirsche, Pflaume und Macchia, der Syrah verleiht der Nase eine vordergruendige Eleganz, der der Rest der Rebsorten nicht folgen kann (sehr deutlich beim Schwenken des Glases). Im Mund zeigt sich wiederum, dass die Cuvee keine ist, sondern die Rebsorten nebeneinander stehen. Zunaechst dominiert die Frucht des Syrah, dann aber kommen deutliche grobkoernige Tannine zum Vorschein, ehe eine erhebliche und gerade noch eingebundene Saeure den Abschluss bildet. Im mittleren Abgang eine Macchia-Note.
Waehrend der Syrah hier offenbar von guter Traubenqualitaet war, ist dies von den Beimischungen nicht zu behaupten.
82 P. und leider eine Bestaetigung meiner Vorurteile (uebrigens auch bei Anja, die den Wein blind vorgesetzt bekam). Im hiesigen Bereich von 25 Dollar ein Wein mit maessigem PLV.
Immerhin ein schoener Essensbegleiter zu sehr delikaten gegrillten Lamm-Koteletts.
Viele Gruesse,
Darius
Aus ähnlichem Anlass wie weiter oben on Bernd Schulz beschrieben, mit ähnlichem Ergebnis:
Na, vielleicht hat die Gegenwart der Dame die Punkte etwas gehoben. Ich werde ein paar Flaschen nachkaufen. Sowas braucht auch der Kabinett-aus-eimern-saufer im Haus.
Gruss, Charlie