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Hallo Darius, jkl

was ich auf die Schnelle gefunden habe, sind Notizen aus 2001. Damals gab es 98er Vini di Barbaresco und 97er Vini di Barolo im grossen Vergleich.

War eine höllische Eichenholz-Beisserei, damals in den Ardennen.....

Hier die Rivettis:

Staderi 98 (November 2001)
wunderschöne, geile Nase! Florale Noten, Mandeln, schwarze Früchte - toll! Im Mund extrem adstringierend, mächtiger Körper, langer Nachhall, sehr beeindruckendes Gesamtbild.

Gallina 98 (November 2001)
wesentlich zurückhaltender als der Starderi. Eine sich dezent entwickelnde Minznote, keine Frucht wahrnehmbar; kräftiger Körper, überlagert von massigen Tanninen. Im Nachhall nicht so ausgeprägt wie der Starderi; vermittelt subjektiv derzeit den Eindruck von vorhandener Größe, weglegen und warten.

Benotung nur in Grad italienischer Härte....


Gruss!

chavin
meine bislang heftigste Begegnung:

Paolo Cordero di Montezomolo - Barolo di Monfalletto 1978 (VKN von 2003)

zart aber mächtig und absolut harmonisch in der Nase - feinstes Terroir mit unverschämt reif duftenden Himbeeren; im Gaumen filigran elegante Harmonie, verführerische Grazie eines edlen Burgunders und schmelzend unbändige Kraft eines grossen Pauillac; durchweg präsente aber niemals marmeladig wirkende Fruchtsüsse, gehaltvoll strukturierter Körper, beeindruckender, nicht enden wollender Nachhall. 99+ Punkte.

Bis denne!

chavin
Hallo Jürgen,

und wie war denn das Befinden des 78ers in deiner Tasse? Die Flasche damals war schlichtweg zum Niederknien. Und was sagt der 71er?
Was den Geschmack betrifft, ein alter Barolo traditioneller Machart: das isses! Ich habe da anno 2000 auf eBay ein paar Flaschen von Feyles ergattert, u.a. den 90er Barolo für ganz kleines Geld. Ein grossartiger Stoff. Auch den Bric del Fiasc 90 von Scavino hab ich in sehr guter Erinnerung. Total mies finde ich - zumindest in den letzten 2 Jahren - den Cannubi 90 von Michele Chiarlo. Ist der grundsätzlich mies geraten oder hat er nur eine längere Auszeit genommen? Die Hoffnung stirbt mit dem letzten Korken.

Gruss!

chavin
Hallo Jürgen und Josef,

Fontanafredda Barolo Riserva 1978 fand ich kürzlich gnadenlos gut.
Orangener Rand aber keine Brauntöne. Ungewöhnlich prall und frisch bei enormer typischer Barolosüße und perfekter Säure. Fast vollständig abgeschmolzenes Tannin. Im Abgang eher kurz aber ein hemmungslos unkomplizerter Genuss wie ich es bei einem Barolo noch nie erlebt haben. 90P

Der Wein hatte sehr viel feinstes Sediment (polymerisiertes Tannin?). Zwar stand er bereits 4 Wochen senkrecht aber ich habe ihn aus Sorge der Wein könnte schaden nehmen nicht dekantiert. Überhaupt wer hat schon so eine ruhige Hand ... - Schade so war das letzt viertel etwas "verstaubt".


Gruß, Tim
Hallo Jürgen,

Danke für die umfassende Info. Der Cannubi 90 scheint mir wirklich kein Überflieger zu sein. Der von mir überaus euphorisch bewertete Montezomolo 78 war allerdings auch in perfektem Zustand. Ich habe selbst noch eine Buddel davon, die zur Disposition steht und bin gespannt, ob sie auch nur annährend die Klasse erreichen wird.
Den Sperss 90 kenne ich als überaus launischen Kandidaten. Aus meiner Erfahrung ist die Wahrscheinlichkeit sehr endlich, eine korkige oder derangierte Flasche zu erwischen. Überragend habe ich ihn noch nicht erlebt. In jedem Fall ziehe ich persönlich den 89er vor! Der zeigt sich zwar derzeit aus der Eintel äusserst reserviert und bittet um Geduld, ist aber aus meiner Sicht bei gegebener Präsenz verlässlich über 95 Punkte. Selbst der 88er ist bei guter Lagerung noch immer ein grosser Sperss. Ich hatte aber auch schon 2 recht müde Flaschen dabei.

Hi Tim,

das klingt nach einem verdammt schönen Barolo-Erlebnis! Ich möchte eigentlich keine grosse Grundsatz-Diskussion in diesem Thread lostreten, trotzdem die Frage, warum du den Kameraden "aufgestellt" hast. Wenn ich einmal davon ausgehen darf, dass er vorher weitaus länger als 4 Wochen in deinem Keller gelegen hat, hätte sich m.E. in diesem Fall ein extrem kurzfristiges Aufstellen zur Entkorkung bezahlt gemacht.

Sorry, hinterher und/oder aus der Entfernung ist man immer schlauer.

Beste Grüsse!

chavin
Hallo,

mir fällt auf , dass es doch einige "ernsthafte" Dolcetti
gibt, die sich durch tiefes Purpur, schöner Kirschfrucht und
nelkiger Würze , aber auch durch eine wüstenhafte Trockenheit
auszeichnen. Allerdings kosten diese Tropfen auch über 10 € .

Beispiele : Papá Celso von Abbona oder der Visadí von Clerico

Ist Dolcetto ein Thema für euch oder geht's doch erst beim
Barbera oder gar Barolo los ?

Viele Grüße Manfred
Hallo Manfred,

schön, dass Du den Weg in dieses Forum gefunden hast.

Dolcetto ist für mich schon ein Thema und zwar z.B. genau der Papá Celso, den Du erwähnst. Der 2004er ist hier meiner Meinung nach ausnehmend gut gelungen. Dieser Wein ist bei mir durchaus um 90 P. anzusiedeln und bietet daher für meine Begriffe ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhätnis.

Klar ist, dass es hier um modernen Dolcetto geht, der mit dem traditionellen wohl nicht mehr viel gemeinsam hat als den Namen. Aber wenn die modernen Exemplare so überzeugend geraten...

Viele Grüße,

Darius
Hallo Darius,

bei dieser Gelegenheit versuche ich , den Papa Celso aus
der VKN-DB hier einzustellen:

[Bild: 7893.gif]


Der Visadí von Clerico ist ähnlich ( gut ) und etwas preiswerter
( 11 € ).

Und was euer Forum angeht, völlig offtoppic und nur wer's
versteht: Ich bin auch Rheinländer und Diplom-MathematikerWink

Viele Grüße Manfred  
Hallo Manfred,

eigentlich geht es doch da los, wo es schmeckt. Und wenn der Tropfen noch günstig zu erstehen ist, wer könnte dagegen Einwände haben?

Welche Quellen bieten den Vater Celsius an?

Mathefreie Grüsse!

chavin
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