weinfreaks.de

Normale Version: Douro
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2
Hallo,

Portugal ist für mich nach wie vor ziemliche Terra incognita. Obwohl es da so viele interessant klingende Rebsorten gibtWink. Auf besondere Anregungen eines der Weinhändler mV habe ich vor kurzem folgenden probiert:

Passadouro tinto 2000
Quinta do Passadouro

Die Rebsorten sind Tinto Roriz (Tempranillo),Touriga Nacional und Touriga Francesa und vielleicht sind letztere beiden auch für diese außergewöhnlich schöne und interessante Nase verantwortlich.

Der Wein wird mit niedrigen Erträgen (25 hl/ha) mit sehr traditionellen Methoden hergestellt, z.B. durch das klassische Stampfen der Reben in "lagars" mit bloßen Füßen, (nein, keine AmphoreBig Grin). Das ist nach Ansicht des Kellermeisters Jorge Borges eine zwar teure, aber unschlagbare Art bei einem Maximum an Extraktion einen sehr weichen Weinstil zu erzielen. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Nach zwei Stunden Karaffe steigen einem intensive Gewürzdüfte in die Nase, dunkle Beeren und Kirschen aber auch etwas fleischig-erdiges. Oft können Weine dann ja dieser schönen Nase im Geschmack nicht ganz folgen, in diesem Fall ist das anders. Alles, was in der Nase ist, ist auch am Gaumen. Der Wein präsentiert sich genauso dicht, wie es die Farbe erwarten lässt. Dabei ist er sehr weich und samtig, mit sehr reifen Tanninen und einer schönen Säure, die den Abgang strukturiert und frisch wirken lässt.

Ein Wein, der Spaß und Lust auf mehr aus Portugal macht

Hat jemand noch Tipps?

Viele Grüße
Matthias
Hallo Matthias,
Zitat:Portugal ist für mich nach wie vor ziemliche Terra incognita.
Du sagst es, aber was ich bisher vom Douro getrunken habe, war schon Weltklasse.

Zitat:Passadouro tinto 2000
Den Wein hatte Armin Maurer zu einem Treffen mitgebracht und ich war hin und weg. Sehr feiner, klassischer Wein mit fast kühlem Charakter. Tolles PLV.
Mein Favorit ist jedoch der Vertente von Dirk Niepoort. Sowohl der üppige 2000er, als auch der etwas tanninreichere 2001er sind ordentliche Weine zu deftigen Speisen. Sehr gut zu einem schönen Bio-Schweinebraten mit Wurzelgemüse geschmort und Spätzle Rolleyes...

Viele Grüße
Felix
Hallo Felix, hallo Matthias,
könnt ihr mir die Bezugsquellen der Wein verraten.
Gruss Olli
Hallo Olli,

Passadouro gibt's hier

Vertente hier

Viele Grüße
Felix
Pasta schrieb:
Zitat:Passadouro gibt's hier

oder hier:
http://www.portwein-shop.de/portwein-sho...cts_id=712
Guter Preis..!
Hallo,
diese Woche ist Portugal und Spanienprobe beim Mövenhändler.
Da werd ich mal probieren gehen. Vielleicht gibt es ja ein paar gute
Alternativen zu Bordeaux?
Gruss Olli
Vielleicht noch ein paar kurze Worte zu Passadouro?

Winemaker auf Passadouro ist Jorge Serodios Borges, sicher einer der besten des Douro-Tals. Zusammen mit seiner Frau Sandra Tavares (im Moment vielliecht noch berühmter, siehe letztes Vinum) macht er einen der Überweine des Douro, den Pintas!

Passadouro arbeitete sehr lange mit Dirk van der Niepoort zusammen, mit die besten Niepoort-Portweine hatten lange ihren Ursprung auf Passadouro und auch die Trauben für der Top-Rotwein von Niepoort, den Redoma, kamen die Trauben lange Zeit von Passadouro!

Der große Schatz der Quinta sind die sehr alten Rebanlagen, ein Teil deutlich über 50 Jahre und noch im traditionellen gemischten Besatz!

Vom 2000er gibt es noch ein paar Restflaschen, der 2002er ist etwas leichter ausgefallen, hat auch nicht das Potential des 2000er, trotzdem ein gelungener Wein. 2003 wird dann wieder dem 2000er ähnlich ausfallen, ist allerdings im Moment noch recht verschlossen!
2004 Douro tinto DO Reserva
Weingut: Encosta Longa

Mal wieder etwas neues aus dem Douro-Tal. Encosta Longa ist ein ganz junges Weingut, das letztes Jahr zum ersten Mal auf den Markt getreten ist. Weinbau macht man schon länger, allerdings hat man wie so oft im Douro-Tal seine Trauben bzw. die Moste bei den großen Portweinerzeugern abgeliefert.

Der Reserva überzeugt durch eine sehr feine Frucht, ich schmeckte Himbeere aber auch etwas rote Johannisbeere und frische Pflaumen. Dazu ein wenig der für die Region typischen kühlen Schiefermineralik, mittlerer Körper, schöne Eleganz und gute Länge.

Vielleicht kein absoluter Topwein und ob man ihn unbedingt Reserva nennen muss mag man dahingestellt lassen, aber seinen Preis von um die 10,00 EUR ist er auf alle Fälle wert. Sicher ein Weingut das man in der nächsten Zeit ein wenig im Auge behalten kann/sollte.
Hallo zusammen,

schaun wir mal, ob wir diesen Thread ein wenig wiederbeleben können. Die Weine von diesen klassischen Schieferlagen (die Landschaft scheint mir einige Parallelen zur Mosel aufzuweisen) haben es jedenfalls längst verdient:

2006er
Meandro do Vale Meao
F. Olazabal & Filhos, Douro
14,5% alc., ca. 13 €

21.04.2009
Tiefdunkles Schwarzrubin mit rubinfarbenen Aufhellungen.
Herrlich komplexe Nase nach Nivea (!!!, woher eigentlich??), Veilchen, Herzkirschen, Heidelbeeren und ein wenig Puderzucker mit einem Hauch Schiefer.
Am Gaumen eine jugendliche Frucht mit Herzkirschen und Heidelbeeren gepaart mit floralen Veilchenaromen und Vollmilchschokolade, aber auch ein Teer, Karamell und Kaffee. Jugendliche, aber reife Tannine, ein wenig Altholz. Gute Konzentration bei eleganter Struktur, keineswegs schwer. Der Alkohol spielt keine Rolle. Im langen Abgang sehr viel Marzipan.
Wunderbarer junger Rotwein mit einer ungeahnten Vielzahl an Aromen.

90 Punkte

Für einen Zweitwein (!!!) eine echte Bank. Parkers 91 Punkte (oder waren es gar 92?) halte ich für nachvollziehbar. Der Preis ist keineswegs zu beanstanden. Und das Schönste: Der 07er wird noch schöner!

Die neuen Passadouros hatte ich übrigens auch im Glas. Echt eindrucksvolle Weine für Weinfreunde, die eine gewisse Überreife (Rumtopfaromen) nicht stört. Der 06er Pintas war ganz große Klasse (übrigens ganz ohne Überreife) und auf einem (wahnsinnig hohen) Niveau mit dem Quinta do Vale Meao (Erstwein dieser Quinta) oder dem Robustus von Niepoort. Für solche Granaten sind 95 Punkte keineswegs zu viel. Allerdings gibt es die leider auch nicht zu dem Preis des o.g. Weins.

Viele Grüße
Stefan
(21.04.2009 23:04)Stefan schrieb: [ -> ]Die Weine von diesen klassischen Schieferlagen (die Landschaft scheint mir einige Parallelen zur Mosel aufzuweisen) ...
Übrigens: Niepoort wollte doch Riesling in Schattenlagen anbauen. Weiss jemand ob was draus geworden ist?
Seiten: 1 2
Referenz-URLs