So, und hier nun - nachdem die Weine alle bei mir eingetroffen sind - eine genauere Übersicht:
OREGON
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Martin Kössler von K&U schreibt über 'Cristom Vineyards' und seine Weine:
"Heute kann man mit Fug und Recht behaupten, daß Oregons große Pinots die wohl spannendste Alternative zu großen Burgundern sind. Der simplen Kopie sind sie längst entwachsen, sie sind erwachsen geworden mit bewundernswert eigenständigem Profil in Stil, Machart und Geschmack. Die alljährlich im netten Uni-Städtchen McMinnville stattfindende Konferenz zum Thema 'Pinot Noir', die 'International Pinot Noir Celebration' (IPNC), ist zum wichtigsten Diskussionsforum für Pinot Noir-Winzer aus aller Welt geworden, das Burgund und die alte Welt insgesamt in Sachen Pinot Noir mehr verändert hat, als man hierzulande wahrhaben will.
Zur Spitze in Oregon gehört der knapp 30 ha große Betrieb 'Cristom Vineyards' aus Salem im Willamette Valley, dem bekanntesten Anbaugebiet Oregons. (...) Steve Dorner, Sohn französischer Siedler, hat sich einem maximal natürlichen, fast schon intuitiv wirkenden Stil von Pinot Noir verschrieben, der Kraft, Tiefe und Finesse in ungewöhnlich harmonischer Balance vereint. Seine Pinots haben viel von der Ausstrahlung und Kraft großer Burgunder vor 1959, als es noch keine synthetischen Düngemittel gab, die Beerenschalen also noch dick waren und die Weine saftig, reif, dunkelfarbig, würzig und dicht. 'Ich optimiere und übersetze nur, was die Natur uns liefert' lautet sein Credo im Keller. Gemeinsam konzipierten die beiden Pinot-Fanatiker sieben verschiedene Weinberge, die sie mit hochwertigen französischen Klonen auf unterschiedlichen Hängen diverser Expositionen und Bodenformationen bepflanzten. Neue Maßstäbe in Oregons Weinlandschaft setzten sie mit hochdichten Pflanzungen, dem bewußten Verzicht auf Bewässerung und einer breiten Selektion unterschiedlicher Klonen, wie sie heute Standard sind. 1991 war das visionär. Alle Weine von 'Cristom Vineyards' werden schonend verarbeitet, meist ganztraubengepreßt, immer spontan vergoren, nur per Schwerkraft bewegt, nie gepumpt und nur geschwefelt, wenn es wirklich nötig ist. 'Schwefel und Pinot ist eine delikate Kombination', warnt Steve und er insistiert darauf, daß es auf 'Cristom Vineyards' maximal natürlich zugeht. (...) Die unterschiedlichen Bodenformationen, im wesentlichen vulkanischen Ursprungs, und die diversen Lagen der sieben Weinberge setzt er denn auch in sehr unterschiedliche, so eigenständige wie eindrucksvolle Pinot-Persönlichkeiten um. 'Unsere Sommer sind warm mit permanentem Wind vom Pazifik, der Herbst ist kühl aber meist sonnig und läßt unsere Trauben besonders lange am Stock reifen, was die spezifische Ausstrahlung unserer Weine in besonderem Maße forciert', meint er (...)."
Wir werden von 'Cristom Vineyards' verkosten:
2003er Willamette Valley Pinot noir "Reserve" -unfiltriert-
Cristom Vineyards, Salem, Oregon
14,5% vol. Alkohol
Bezug:
K&U - Die Weinhalle, 29,- €
2003er Willamette Valley Pinot noir "Jessie Vineyard" -unfiltriert-
Cristom Vineyards, Salem, Oregon
14,5% vol. Alkohol
Bezug:
K&U - Die Weinhalle, 39,- €
Weitere Informationen über das Weingut:
http://cristomwines.com
KALIFORNIEN
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ABC - Anything But Chardonnay. Aber auch: Au Bon Climat. Wieder Martin Kössler: "Jim Clendenens Pinot Noirs und Chardonnays mögen streitbar sein, das ist von ihm so gewollt. Niemand bezweifelt aber, daß sie inzwischen zu den großen der Welt gehören, weil sie durch persönliche Handschrift und originell eigenständige Stilistik einen Platz an der Spitze verdienen – was nicht viele Winzer dieser zwar bekannten, aber derzeit wenig populären Rebsorten von sich behaupten können (der Film 'Sideways' hat in Amerika eine echte Pinot Noir-Revolution ausgelöst; man kann nur hoffen, daß wir davon auch ein wenig profitieren, denn kalifornischer Pinot hat sich tatsächlich längst einen Platz an der Spitze erobert, und zwar unabhängig vom einstigen Vorbild Burgund. Amerikanischer Pinot wagt emanzipierte Stilistik und Expressivität und beweist damit eigenständiges Niveau in erstaunlicher Konstanz). Jim erfährt heute harte Konkurrenz genau dort, wo er einst begann – in und um Santa Barbara und Santa Maria. Sein Ruhm veranlaßte ganze Heerscharen anderer Winzer, sich mit Pinot Noir und Chardonnay zu beschäftigen. Die Region explodiert seitdem an Rebfläche. Doch kaum ein anderer Winzer oder Weinmacher besitzt jene Dynamik, Expertise und Konstanz, mit der Jim sein Ziel, hochwertige, eigenständige und vor allem unmanipulierte Weine maximaler Originalität und Expressivität zu produzieren, verfolgt. Er geht weit und ist kompromißlos: Inzwischen verfügt er über knapp 25 Hektar bester eigener Lagen. Unter dem Namen 'Le Bon Climat' setzt er auf der eigenen Domaine visionär und nachhaltig auf die Biodynamik - die ersten Weine gelangen eindrucksvoll.(...) Jim geht hohes Risiko ein, um ausdrucksstarke Weine, ob Chardonnay oder Pinot, ohne Manipulation und mit so wenig Eingriffen wie möglich, auf Flasche zu bringen. (...) Seine Pinot Noirs beweisen nach zehn Jahren auf der Flasche noch eine Form, die vielen Burgundern die Schamesröte ins Gesicht treiben müßte - nicht allen, aber vielen. Es verwundert deshalb nicht, daß Jim Clendenens „Au Bon Climat“ zum kommunikativen Dreh- und Angelpunkt der Chardonnay- und Pinot Noir-Welt wurde: Hier trafen und treffen sich alle wichtigen Produzenten, hier findet Erfahrungsaustausch statt wie wohl nirgendwo sonst auf der Welt — in einer unattraktiven Blechhalle am Rande der Wüste."
Von 'Au Bon Climat' verkosten wir:
2004er Santa Maria Valley Pinot noir
Au Bon Climat, Santa Maria, Kalifornien
13,5% vol. Alkohol
2002er Santa Ynez Valley Pinot noir "Mount Carmel Vineyard"
Au Bon Climat, Santa Maria, Kalifornien
13,5% vol. Alkohol
Bezug:
K&U - Die Weinhalle, 45,- €
Website des Weinguts:
http://www.aubonclimat.com
CHILE
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In Chile hat sich Cono Sur einen guten Namen für Pinot noirs gemacht. Wir werden verkosten:
2005er Rapel Valley Pinot noir
Cono Sur
14% vol. Alkohol
Bezug:
Shiraz & Co., 5,99 €
2003er Casablanca Valley Pinot noir "Ocio"
Cono Sur
14% vol. Alkohol
Bezug:
Shiraz & Co., 28,99 € (ausverkauft)
Die Website von Cono Sur ist sehenswert:
http://www.conosur.com/
SÜDAFRIKA
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Aus Südafrika haben wir Weine von
Bouchard Finlayson,
Hamilton Russell und
Glen Carlou zur Verkostung vorgesehen. Im Einzelnen:
2004er Pinot noir
Wine of Origin Paarl
Glen Carlou, Klapmuts, Südafrika
14,5% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 12,59 €
2004er Pinot noir
Wine of Origin Walker Bay
Hamilton Russell, Hermanus, Südafrika
14% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 24,89 €
2003er Pinot noir "Galpin Peak"
Wine of Origin Walker Bay
Bouchard Finlayson, Hermanus, Südafrika
14% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 23,95 €
2003er Pinot noir "Galpin Peak Tête de Cuvée"
Wine of Origion Walker Bay
Bouchard Finlayson, Hermanus, Südafrika
14% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 64,59 €
NEUSEELAND
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Wir verkosten Weine von Felton Road (siehe hierzu auch das Neuseelandkapitel in "Schöne neue Weinwelt" von Stuart Pigott),
Nautilus und
Pegasus Bay. Im Einzelnen:
2004er Marlborough Pinot noir
Nautilus, Renwick, Neuseeland
13,5% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 18,49 €
2003er Pegasus Bay Pinot noir
Pegasus Bay, Waipara Valley, Neuseeland
13,5% vol. Alkohol
Bezug:
wine & more, 29,50 €
2002er Central Otago Pinot noir
Felton Road, Bannockburn, Neuseeland
14% vol. Alkohol
Bezug:
wine & more, 29,- €