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Normale Version: Pinot noirs aus Übersee
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Liebe Weinfreunde,

die Planungen für das erste Halbjahr 2007 sind bei uns bereits angelaufen.

Die Weinhandlung LaVinesse, die uns in den vergangenen Jahren als Domizil für unsere Verkostungen diente, wird Anfang des neuen Jahres ihre neuen Räumlichkeiten beziehen (nur ein Steinwurf von den bisherigen entfernt). Wenn nach dem Umzug die Farben getrocknet sind, können auch wir in die neue Saison starten.

Als Thema haben wir uns "Pinot noirs aus Übersee" ausgesucht. Damit meinen wir die Weinbauregionen Oregon, Kalifornien, Neuseeland, Südafrika und Chile.

Gegenwärtig beschaffen wir die Weine. Wir hoffen, euch (Stand heite) u.a. Pinot noirs von Felton Road, Nautilus, Pegasus Bay, Gravitas, Au Bon Climat, Cristom Vineyard, Bouchard-Finlayson, Glen Carlou, Hamilton-Russell und ConoSur anbieten zu können.

Nähere Infos folgen, sobald ich mehr weiß.
Einen genaueren Termin (ich rechne mit Mitte Februar bis Anfang März) gibt es noch nicht, so dass mir Interessenten gerne vorab ihre Wünsche mitteilen können.

Viele Grüße
Werner
So, und hier nun - nachdem die Weine alle bei mir eingetroffen sind - eine genauere Übersicht:

OREGON
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Martin Kössler von K&U schreibt über 'Cristom Vineyards' und seine Weine:
"Heute kann man mit Fug und Recht behaupten, daß Oregons große Pinots die wohl spannendste Alternative zu großen Burgundern sind. Der simplen Kopie sind sie längst entwachsen, sie sind erwachsen geworden mit bewundernswert eigenständigem Profil in Stil, Machart und Geschmack. Die alljährlich im netten Uni-Städtchen McMinnville stattfindende Konferenz zum Thema 'Pinot Noir', die 'International Pinot Noir Celebration' (IPNC), ist zum wichtigsten Diskussionsforum für Pinot Noir-Winzer aus aller Welt geworden, das Burgund und die alte Welt insgesamt in Sachen Pinot Noir mehr verändert hat, als man hierzulande wahrhaben will.
Zur Spitze in Oregon gehört der knapp 30 ha große Betrieb 'Cristom Vineyards' aus Salem im Willamette Valley, dem bekanntesten Anbaugebiet Oregons. (...) Steve Dorner, Sohn französischer Siedler, hat sich einem maximal natürlichen, fast schon intuitiv wirkenden Stil von Pinot Noir verschrieben, der Kraft, Tiefe und Finesse in ungewöhnlich harmonischer Balance vereint. Seine Pinots haben viel von der Ausstrahlung und Kraft großer Burgunder vor 1959, als es noch keine synthetischen Düngemittel gab, die Beerenschalen also noch dick waren und die Weine saftig, reif, dunkelfarbig, würzig und dicht. 'Ich optimiere und übersetze nur, was die Natur uns liefert' lautet sein Credo im Keller. Gemeinsam konzipierten die beiden Pinot-Fanatiker sieben verschiedene Weinberge, die sie mit hochwertigen französischen Klonen auf unterschiedlichen Hängen diverser Expositionen und Bodenformationen bepflanzten. Neue Maßstäbe in Oregons Weinlandschaft setzten sie mit hochdichten Pflanzungen, dem bewußten Verzicht auf Bewässerung und einer breiten Selektion unterschiedlicher Klonen, wie sie heute Standard sind. 1991 war das visionär. Alle Weine von 'Cristom Vineyards' werden schonend verarbeitet, meist ganztraubengepreßt, immer spontan vergoren, nur per Schwerkraft bewegt, nie gepumpt und nur geschwefelt, wenn es wirklich nötig ist. 'Schwefel und Pinot ist eine delikate Kombination', warnt Steve und er insistiert darauf, daß es auf 'Cristom Vineyards' maximal natürlich zugeht. (...) Die unterschiedlichen Bodenformationen, im wesentlichen vulkanischen Ursprungs, und die diversen Lagen der sieben Weinberge setzt er denn auch in sehr unterschiedliche, so eigenständige wie eindrucksvolle Pinot-Persönlichkeiten um. 'Unsere Sommer sind warm mit permanentem Wind vom Pazifik, der Herbst ist kühl aber meist sonnig und läßt unsere Trauben besonders lange am Stock reifen, was die spezifische Ausstrahlung unserer Weine in besonderem Maße forciert', meint er (...)."
Wir werden von 'Cristom Vineyards' verkosten:

2003er Willamette Valley Pinot noir "Reserve" -unfiltriert-
Cristom Vineyards, Salem, Oregon
14,5% vol. Alkohol
Bezug: K&U - Die Weinhalle, 29,- €

2003er Willamette Valley Pinot noir "Jessie Vineyard" -unfiltriert-
Cristom Vineyards, Salem, Oregon
14,5% vol. Alkohol
Bezug: K&U - Die Weinhalle, 39,- €

Weitere Informationen über das Weingut:
http://cristomwines.com

KALIFORNIEN
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ABC - Anything But Chardonnay. Aber auch: Au Bon Climat. Wieder Martin Kössler: "Jim Clendenens Pinot Noirs und Chardonnays mögen streitbar sein, das ist von ihm so gewollt. Niemand bezweifelt aber, daß sie inzwischen zu den großen der Welt gehören, weil sie durch persönliche Handschrift und originell eigenständige Stilistik einen Platz an der Spitze verdienen – was nicht viele Winzer dieser zwar bekannten, aber derzeit wenig populären Rebsorten von sich behaupten können (der Film 'Sideways' hat in Amerika eine echte Pinot Noir-Revolution ausgelöst; man kann nur hoffen, daß wir davon auch ein wenig profitieren, denn kalifornischer Pinot hat sich tatsächlich längst einen Platz an der Spitze erobert, und zwar unabhängig vom einstigen Vorbild Burgund. Amerikanischer Pinot wagt emanzipierte Stilistik und Expressivität und beweist damit eigenständiges Niveau in erstaunlicher Konstanz). Jim erfährt heute harte Konkurrenz genau dort, wo er einst begann – in und um Santa Barbara und Santa Maria. Sein Ruhm veranlaßte ganze Heerscharen anderer Winzer, sich mit Pinot Noir und Chardonnay zu beschäftigen. Die Region explodiert seitdem an Rebfläche. Doch kaum ein anderer Winzer oder Weinmacher besitzt jene Dynamik, Expertise und Konstanz, mit der Jim sein Ziel, hochwertige, eigenständige und vor allem unmanipulierte Weine maximaler Originalität und Expressivität zu produzieren, verfolgt. Er geht weit und ist kompromißlos: Inzwischen verfügt er über knapp 25 Hektar bester eigener Lagen. Unter dem Namen 'Le Bon Climat' setzt er auf der eigenen Domaine visionär und nachhaltig auf die Biodynamik - die ersten Weine gelangen eindrucksvoll.(...) Jim geht hohes Risiko ein, um ausdrucksstarke Weine, ob Chardonnay oder Pinot, ohne Manipulation und mit so wenig Eingriffen wie möglich, auf Flasche zu bringen. (...) Seine Pinot Noirs beweisen nach zehn Jahren auf der Flasche noch eine Form, die vielen Burgundern die Schamesröte ins Gesicht treiben müßte - nicht allen, aber vielen. Es verwundert deshalb nicht, daß Jim Clendenens „Au Bon Climat“ zum kommunikativen Dreh- und Angelpunkt der Chardonnay- und Pinot Noir-Welt wurde: Hier trafen und treffen sich alle wichtigen Produzenten, hier findet Erfahrungsaustausch statt wie wohl nirgendwo sonst auf der Welt — in einer unattraktiven Blechhalle am Rande der Wüste."
Von 'Au Bon Climat' verkosten wir:

2004er Santa Maria Valley Pinot noir
Au Bon Climat, Santa Maria, Kalifornien
13,5% vol. Alkohol

2002er Santa Ynez Valley Pinot noir "Mount Carmel Vineyard"
Au Bon Climat, Santa Maria, Kalifornien
13,5% vol. Alkohol
Bezug: K&U - Die Weinhalle, 45,- €

Website des Weinguts: http://www.aubonclimat.com

CHILE
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In Chile hat sich Cono Sur einen guten Namen für Pinot noirs gemacht. Wir werden verkosten:

2005er Rapel Valley Pinot noir
Cono Sur
14% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 5,99 €

2003er Casablanca Valley Pinot noir "Ocio"
Cono Sur
14% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 28,99 € (ausverkauft)

Die Website von Cono Sur ist sehenswert:
http://www.conosur.com/

SÜDAFRIKA
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Aus Südafrika haben wir Weine von Bouchard Finlayson, Hamilton Russell und Glen Carlou zur Verkostung vorgesehen. Im Einzelnen:

2004er Pinot noir
Wine of Origin Paarl
Glen Carlou, Klapmuts, Südafrika
14,5% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 12,59 €

2004er Pinot noir
Wine of Origin Walker Bay
Hamilton Russell, Hermanus, Südafrika
14% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 24,89 €

2003er Pinot noir "Galpin Peak"
Wine of Origin Walker Bay
Bouchard Finlayson, Hermanus, Südafrika
14% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 23,95 €

2003er Pinot noir "Galpin Peak Tête de Cuvée"
Wine of Origion Walker Bay
Bouchard Finlayson, Hermanus, Südafrika
14% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 64,59 €

NEUSEELAND
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Wir verkosten Weine von Felton Road (siehe hierzu auch das Neuseelandkapitel in "Schöne neue Weinwelt" von Stuart Pigott), Nautilus und Pegasus Bay. Im Einzelnen:

2004er Marlborough Pinot noir
Nautilus, Renwick, Neuseeland
13,5% vol. Alkohol
Bezug: Shiraz & Co., 18,49 €

2003er Pegasus Bay Pinot noir
Pegasus Bay, Waipara Valley, Neuseeland
13,5% vol. Alkohol
Bezug: wine & more, 29,50 €

2002er Central Otago Pinot noir
Felton Road, Bannockburn, Neuseeland
14% vol. Alkohol
Bezug: wine & more, 29,- €
Hallo Werner,
Gibt es über die Pinot Noir Verkostung einen Bericht?
Danke und viele Grüsse, Gerhard
Gerhard schrieb:Hallo Werner,
Gibt es über die Pinot Noir Verkostung einen Bericht?
Danke und viele Grüsse, Gerhard


Hallo Gerhard,
nein, bisher nicht. Das hängt aber auch damit zusammen, dass die Verkostung noch gar nicht stattgefunden hat.
Wir haben sie zugunsten unserer Degustation "Cote de Nuits", die am 16. Juni stattfinden wird, auf den Herbst verschoben. Der neue Termin ist der 13. Oktober. Siehe auch:
http://weinfreaks.de/?page=event_20071013
Viele Grüße
Werner

P.S. Wer sich für eine Teilnahme an der Verkostung interessiert, kann sich seinen Platz gerne schon heute vorreservieren.
Wer eine weitere Anreise hat und eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, kann sich gerne an mich wenden.
Ich habe inzwischen auf der Website unter

http://weinfreaks.de/?page=event_20071013

die Links zu den Webseiten der Erzeuger und zu weiteren Informationen eingefügt. Wer sich also noch ein Bild über unsere Verkostung am 13. Oktober machen möchte, kann dies über den oben stehenden Link tun.
Hallo zusammen,

hier der erste Kurzbericht über die gestrige Probe. Ich hoffe, dass ich es im Laufe des Tages noch schaffe, meine VKN in die Datenbank zu übertragen und anschließend hier zu verlinken.

Zusätzlich zu den offiziellen Weinen der Probe gab es drei weitere:

2003 Ziereisen Rhini (von mir blind vor dem Essen eingebracht)
2002 Beaune Boucherottes 1er Cru (Fernand & Laurend Pillot)
2005 Volnay Caillerets Ancienne Cuvée Carnot (Domaine Bouchard Père & Fils)

Die beiden Burgunder sind aus Hartwigs Sortiment.

Hier meine Rangfolge (aller Weine):

1. 2005 Volnay Caillerets Ancienne Cuvée Carnot (Domaine Bouchard Père & Fils), 94+ AP
2. 2003 Willamette Valley Pinot Noir Jessie Vineyard (Cristom Vineyards), 93+ AP
3. 2003 Willamette Valley Pinot Noir Reserve (Cristom Vineyards), 91-92 AP
4. 2003 Pinot Noir Galpin Peak Tête de Cuvée (Bouchard Finlayson), 91 AP
5. 2003 Spätburgunder Rhini (Ziereisen), 89+ AP
6. 2002 Pinot Noir (Felton Road), 88 AP
7. 2002 Santa Ynez Valley Pinot Noir Mount Carmel (Au Bon Climat), 87+ AP
8. 2003 Pinot Noir (Pegasus Bay), 87 AP
9. 2003 Pinot Noir Galpin Peak (Bouchard Finlayson), 87 AP (ziehe den Stil des Pegasus aber vor)
10. 2004 Santa Maria Valley Pinot Noir (Au Bon Climat), 86 AP
11. 2003 Pinot Noir Ocio (Cono Sur), 84-85 AP
12. 2004 Pinot Noir (Glen Carlou), 84 AP
13. 2005 Pinot Noir (Cono Sur), 83-84 AP
14. 2004 Pinot Noir (Nautilus), 81 AP

Ohne Bewertung:
2004 Pinot Noir (Hamilton Russell), klarer Kork
2002 Beaune Boucherottes 1er Cru (Fernand & Laurend Pillot), schleichender Kork, TCA von 3-4 Leuten erkannt (nicht von mir, aber der Wein war derart nichtssagend, dass ein Korkfehler plausibel ist).

Tja, jenseits der Punkte bleibt folgendes Fazit:
Die Pinots aus Südafrika, Chile und Kalifornien brauche ich nicht wirklich. Der einzige Wein, den ich mir aus dieser Reihe eventuell kaufen würde ist der 05er Pinot von Cono Sur, der für 5,99 ein ehrlicher und solider Alltagspinot zu einem sensationellen Preis ist.

Aus Neuseeland hat mir nur der Pegasus mit seiner komplexen und eleganten Struktur gefallen. Negativ: Etwas viel Holz und der viel zu kurze Abgang.

Oregon:
Tolle Weine, die etwas im Schatten des zuvor eingeschobenen alles überragenden Volnay standen, aber große Klasse, Individualität und (zumindest im Fall des Reserve) ja, Mineralik hatten. Der Jessie beeindruckte durch die enorme Konzentration, die mich an das 03er ***-Konzentrationsmonster von Molitor erinnerte. Beide Weine (Jessie und Molli, den es gestern natürlich nicht gab) lassen mir etwas ratlos aber hoffnungsvoll zurück. Hoffentlich nicht nur Konzentrationsblender...

Der Volnay war über den Dingen hat aber offenbar doch einige Leute überfordert ;-)))
Jedenfalls war an eine vernünftige Besprechung der danach kommenden Oregon-Weine nicht mehr zu denken. Es fiel kein Satz, der nicht etwas wie "aber der Volnay hatte viel mehr....", "aber im Vergleich zum Bouchard" etc enthielt. *g*

Natürlich hatten diese Stimmen aber natürlich recht. Der Volnay hat die Dinge zurecht gerückt und gezeigt, wo in der Welt der Pinot-Hammer hängt, nämlich da, wo er immer hing.

Mich persönlich hat enorm gefreut, wie sich der Ziereisen präsentierte. Aufgrund seiner enormen Unzugänglichkeit in der Jugend (viel zu viel Neuholz) habe ich ihn auf bloßen Verdacht gekauft, da ich aus früheren Jahrgängen (2001, 2002) weiß, wie sich das anfangs dominante Holz einbindet. Aufgrund dieser Prognosen glaube ich, dass dieser Wein in 2-3 Jahren möglicherweise alle Weine der Probe abgesehen vom Volnay auf die Plätze verweisen kann.
Danke Alexander,

da kann ich mich dann ja auf meine Ziereisen im Keller noch freuen ;-). Hinsichtlich Oregon und co. steht uns in diesem Jahr noch eine Probe bei unserem "Chef" an, der einen langen Urlaub in den USA verbracht hat. Da bin ich halt gespannt, ob es Überschneidungen mit Eurer Probe geben wird.

Weitere Notizen erhoffend grüßt

Wolfgang
Hier meine Notizen in der Probenreihenfolge:

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Hamilton Russell, 2004 Pinot Noir, Walker Bay/Südafrika
Kork

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Fernand et Laurent Pillot, 2002 Beaune Boucherottes Premier Cru
Kork

Fortsetzung folgt
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[Bild: 18923.gif]

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