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Normale Version: Rieslinge 2006
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Hallo Rieslingfreunde,

Waterloo.....eben hatte ich kurzen Besuch von einem Weinfreund, der mir einen gerade erworbenen 06er blind servierte:

[Bild: 16153.gif]

Ich kommentiere das erst mal nicht weiter....

Viele Grüße

Bernd
Hallo Bernd,
schon 80 Punkte dafür, dass ein Wein unfallfrei zu trinken ist?
80 ist ja schon ein "guter" Wein, und deine Notiz lässt eher auf einen klassischen Fall von 69 schließen.
Viele Grüße
Werner
Hallo Werner,

69 bedeutet bei mir fehlerhaft. Und das war dieser Wein für mich nun sicherlich nicht. Wenn ich ehrlich bin, schmeckte er wie ein sauberer, ansonsten mäßig ausdrucksvoller Kabinett von einem technisch sehr gut arbeitenden Kaltvergärungs-Reinzuchthefenwinzer (neulich war ich bei einem im GM vertretenen Weingut, dessen Basisqualitäten kaum interessanter wirkten).
Manchmal kann ich solche Rieslinge ganz gut haben, und insofern ist die Flasche auch gerade leer geworden (der errötende Smily fehlt schon wieder!).

Wenn du darauf bestehst, gehe ich aber auch noch auf 78 oder 77 Punkte zurück. Mir ist das in diesem Fall nicht so wichtigLol. Allerdings staune ich über das, was die Großkellereien inzwischen via Discounter anbieten können (ohne daß in mir der Wunsch aufkommen würde, solche Weine selber zu kaufen).

Und für die Kleinen wird es in Zukunft wohl umso wichtiger werden, sich über andere Parameter als die "Reintönigkeit" von den Großen abzuheben....

Viele Grüße

Bernd
Kein würdiger Tropfen um den Jagd auf den neuen Jahrgang zu eröffnen Wink. Morgen Abend wird es einen 06er geben - dann mehr in diesem Kino.

Viele Grüße
Felix
Bernd Schulz schrieb:69 bedeutet bei mir fehlerhaft.

Wenn man 70 Punkte (oder mehr) für einen Wein gibt, der so etwas wie den "Durchschnitt" darstellt, und 69 für einen fehlerhaften, wo landen dann die, die zwar mangelhaft, aber nicht fehlerhaft sind?

Ich handhabe das so:

0 bis 49 Punkte
Flüssigkeiten, bei denen es sich nicht wirklich um Wein, sondern vermutlich um hochgiftige Rückstände aus osteuropäischen Sondermülldeponien oder abgepumptes Kühlwasser aus französischen Kernkraftwerken handelt. Derartige Substanzen werden ausschließlich vom russischen Geheimdienst zur Beseitigung unliebsamer Journalisten eingesetzt und sind in der Weinkritik ohne jegliche Bedeutung.

50 bis 54 Punkte
Unverkennbar fehlerhafte Weine, die eine Gesundheitsgefährdung des Konsumenten darstellen. Derartige Weine kommen dank zeitgemäßer Weinbereitungsmethoden in der Praxis glücklicherweise so gut wie nie vor.

55 bis 59 Punkte
Deutlich fehlerhafte Weine, die zwar keine akute Gesundheitsgefährdung darstellen, beim empfindsamen Verkoster jedoch mehr oder weniger starke Ekelgefühle hervorrufen können. Derartige Weine kommen dank zeitgemäßer Weinbereitungsmethoden in der Praxis glücklicherweise selten vor.

60 bis 64 Punkte
Fehlerhafte Weine, die jedoch gesundheitlich völlig unbedenklich sind.

65 bis 69 Punkte
Mangelhafte Weine, die zwar nicht über gravierende Fehler verfügen, jedoch keinerlei Trinkfreude bereiten.

70 bis 74 Punkte
Weine von durchschnittlicher, akzeptabler Qualität, die geringe Trinkfreude bereiten.

75 bis 79 Punkte
Weine von überdurchschnittlicher, befriedigender Qualität, die zwar kein außerordentliches Geschmackserlebnis bieten, aber dennoch in bestimmten Situationen Trinkfreude bereiten.

usw ...
Ääh ...

Sag mal Werner, wie sinnvoll ist eine solch starke Differenzierung bei Weinen, die keinen Menschen interessieren?
ASM schrieb:Ääh ...

Sag mal Werner, wie sinnvoll ist eine solch starke Differenzierung bei Weinen, die keinen Menschen interessieren?

Ob der Wein einen Menschen interessiert oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das kann jeder für sich entscheiden und ist völlig unabhängig von der Verkostung, die ja erst einmal erfolgen muss, bevor der Wein eine Bewertung erhält, die ihn vielleicht für dich uninteressant erscheinen lässt. Wenn ich aber beispielsweise lese, dass ein Wein X nur 67 Punkte hat, ist dies für mich keineswegs belanglos, da es sich hier wohl um einen Wein handelt, den ich wahrscheinlich besser meiden sollte.
Gar nicht schlecht hat mir heute Abend folgender 06er gefallen:

[Bild: 16159.gif]

Sicher ein Wein, der von früher Lese geprägt ist. Das hat ihm aber auch eine vegetabile Frische mitgegeben, die ich z.B. an heißen Tagen gewiss schätzen werde.

Viele Grüße
Felix
Werner schrieb:0 bis 49 Punkte
Flüssigkeiten, bei denen es sich nicht wirklich um Wein, sondern vermutlich um hochgiftige Rückstände aus osteuropäischen Sondermülldeponien oder abgepumptes Kühlwasser aus französischen Kernkraftwerken handelt. Derartige Substanzen werden ausschließlich vom russischen Geheimdienst zur Beseitigung unliebsamer Journalisten eingesetzt und sind in der Weinkritik ohne jegliche Bedeutung.
Aber die Skala fängt erst bei 50 an. Eigentlich tut sie das auch bei dir.

Vorgestern hatte ich eine Glas vom trocknene QbA von einem Martin Schneider aus aus der Pfalz. Ich nehme an, es sind die Gebrüder Schneider aus Sankt Martin. Der Wein war gut! Richtig schön frisch und knackig, mehr als "reintönig", etwas herb. Kein Grund, sich wegen 2006 zu sorgen.
Hallo zusammen,

ich habe schon vor gut zwei Monaten einen 2006er getrunken:

2006er Forster Ungeheuer Kabinett trocken Winzerverein Forst

aus der Erinnerung heraus war das ein durchaus interessanter Pfälzer mit relativ wenig Frucht, dafür umso mehr mineralische Töne, nicht saftig sondern eher schlank, sehr sauber gemacht und durchaus ein schönes Trinkvergnügen, besser als der 2005er, ich bin sehr gespannt auf andere 2006er

Viele Grüsse

Ralf
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